[Allegro-Code | Code Beschreibung] | Inhalt |
---|---|---|
[00 | Identifikationsnummer[+BandNr[+TeilNr[+...]]][=Bandbezeichnung]] |
u200264744b |
[20 | Hauptsachtitel. Körperschaftliche Ergänzung : Zusatz] | Intellektuelle und kritische Theorie - eine historisch gewordene Verbindung? |
[31 | Schlagwörter, Thesaurusbegriffe] |
Kritische Theorie > Sozialphilosophie > Als Kritische Theorie wird die von der Frankfurter Schule entwickelte und vertretene Sozialphilosophie bezeichnet. Die Kritische Theorie will sich insbesondere gegen die sogenannte, grundsätzlich auf der angeblich gescheiterten Aufklärung fußenden traditionellen Theorie abgrenzen, die in aufklärerischem Sinne der Ordnung von Tatsachen im Bewusstsein, der Sammlung von Kenntnissen über die Welt diente. Die Kritische Theorie indes zielt nach Vorstellung ihrer Begründer darauf ab, die vorgefundene gesellschaftliche Totalität und ihre Rahmenbedingungen zu hinterfragen, aufgrund derer die Wissenschaft mitsamt ihrer Träger zumeist als Replikatoren (d. h. salopp in etwa unkritischer "Nachplapperer") der gesellschaftlichen Ordnung gar nicht (oder zumindest noch nicht), d. h. weder im theoretischen Ansatz, noch in ihrer Durchführung, der Aufbereitung oder dem Verständnis des gewonnenen Datenmaterials, objektiv sein könne. Ausgangspunkt der Kritischen Theorie war das Werk von Karl Marx. Dessen Rezeption, für manche Vertreter der Kritischen Theorie angeblich bereits durch Engels' Ordnungs- und Herausgebertätigkeit nach Marx' Tod, auf jedenfall aber durch die Arbeiterbewegung und deren verschiedene politische Parteien oder Bewegungen wurde als verzerrt oder verkürzt angesehen, weshalb es einer Neuinterpretation unterzogen wurde (siehe auch Neomarxismus). Die Vertreter der Kritischen Theorie sehen in Marx' Theorie vor allem eine Kritik der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft und kein wirtschaftswissenschaftliches Lehrgebäude, keine Geschichtsphilosophie oder Weltanschauung. Intellektuelle > Bohème; Intelligenzler; Weibliche Intellektuelle > Der Begriff Intellektueller (lat intellegere ~ verstehen) bezeichnet im Allgemeinen eine Person, die "meist aufgrund ihrer Ausbildung und Tätigkeit" wissenschaftlich oder künstlerisch gebildet ist. Häufig wird die Bezeichnung, sofern auf die Ausbildung bezogen, irrtümlich synonym mit Akademiker gebraucht. Für die Soziologie (Joseph Schumpeter folgend) sind Intellektuelle Menschen, die zu reden und zu schreiben verstehen und mit ihrer Kritik öffentlich Dinge zur Sprache bringen, die an sich außerhalb ihrer eigenen Sachkompetenzen und Verantwortungsbereiche liegen. Ihre Erfolgschance beruht auf der Legitimitationsfähigkeit durch in der jeweiligen Gesellschaft verbindliche Grundwerte und liegt vor allem in ihrem Störpotenzial. Zu unterscheiden ist der Begriff des Intellektuellen von der soziologischen Kategorie der Intelligenz: Zur Intelligenz zählen all diejenigen, die qua Profession Lebensdeutungen hervorbringen oder die theoretische Voraussetzungen für die rationale praktische Lebensbewältigung schaffen (Theodor Geiger). Ein Intelligenzler kann zum Intellektuellen werden, sofern er öffentlich zu Fragen Stellung bezieht, die auch außerhalb seiner eigenen Fachkompetenz liegen können, und soziale und politische Vorgänge kritisch analysiert und hinterfragt. |
[37 | Sprache(n) des Textes] | Deutsch |
[40 | Hauptverfasser] | Deppe, Frank (JDG | GND) |
[708 | Detaillierte Quellenangaben Seiten] | 92-117 |
[76 | Erscheinungsjahr] | 2006 |
[84 | Sachtitel des übergeordn. Werkes [/ Verf.Name] [ ; Zählung] ode _IdNr des übergeordneten Werkes] |
b961004347b Soziologie als Gesellschaftskritik : Wider den Verlust einer aktuellen Tradition ; Festschrift für Lothar Peter / Moebius, Stephan; Schäfer, Gerhard 2006 Warum Soziologie? : Über Anfänge und Gründe der modernen Soziologie in Deutschland / Neumann, Michael 2006 Das Marburger Dreigestirn : Wolfgang Abendroth - Heinz Maus - Werner Hofmann ; Zur Vorgeschichte kritischer Gesellschaftswissenschaft in Marburg / Schäfer, Gerhard 2006 "... einen Brand in die jetzige Schlaffheit schleudern" : Ein Attentat im Biedermeier / Griepenburg, Rüdiger 2006 Brückenschlag zwischen Mussolini, Stalin, Hitler und Roosevelt? : Bruno Rizzi und die Katastrophen sozialistischer Politik im 20. Jahrhundert / Roth, Karl Heinz 2006 Deutsch-französischer Soziologietransfer im Generationenkontext : Zu Raymond Arons Rezeption deutscher Soziologie in den 1930er Jahren / Bock, Hans Manfred 2006 "Kriegskinder" des Zweiten Weltkriegs - eine Generation von Opfern? / Kammler, Jörg 2006 |
[902 | ] | aJ n11.2 |
[903 | ] | n09.1 |
[904 | ] | 0 |
[905 | ] | DA |
[906 | ] | BT |
[92a | ] | D |
[92c | ] | 13 |
[92d | ] | 11 |
[93 | Inhaltsangabe (Kapitel, Bestandteile)] | Beginnt bei Marx und endet in d. Gegenwart |
[94 | Verknüpfung zu externen Ressourcen] | online |
[94f | ] | rff D20091104 |
[94o | ] | 1a |
[99e | Änderungsdatum] | 20141120/13:24:12-263673/650 obar |
[99n | Zugangsdatum (Erfassungsdatum)] | 20091102/13:59:06 rff |